Track & Trace: Müssen Arzneimittelpackungen beim Versand nach UK ausgebucht werden?

Mit dem Brexit stellt sich die Frage, ob Arzneimittelpackungen beim Versand nach Großbritannien vorab ausgebucht werden müssen.

Europäische Kommission beschließt Übergangsphase bei der Ausbuchung für den Export nach UK

Da Großbritannien seit dem 1. Januar 2021 ein Drittland ist, müsste gemäß der delegierten Verordnung 2016/161 das individuelle Erkennungsmerkmal (IE) für nach UK exportierte Arzneimittelpackungen vor der Ausfuhr überprüft und deaktiviert werden. Dies ginge mit der Verpflichtung einher, dass die Importeure neue IEs auf Produkte anbringen müssten, wenn sie dann weiter, z.B. nach Zypern, Irland, Malta oder Nordirland, geliefert werden. 

Laut der EU Kommission gibt es allerdings derzeit keine Importeure mit Sitz in Zypern, Irland, Malta oder Nordirland, die Inhaber einer Arzneimittelzulassung sind, und die in der Lage sind, der Verpflichtung zur Anbringung eines neuen IE nachzukommen. Daher hat die Kommission beschlossen, vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 eine Ausnahmeregelung in Bezug auf die Verpflichtung zur Deaktivierung des IE zu erlassen. Mit einer entsprechenden Anpassung der delegierten Verordnung 2016/161 wird die Verpflichtung zur Deaktivierung für Arzneimittelpackungen, die für den Vertrieb in UK bestimmt sind, für diesen Zeitraum ausgesetzt.

Weitere Informationen finden Sie in der delegierten Verordnung zur Ausnahme von der Verpflichtung der Großhändler, das individuelle Erkennungsmerkmal von in das Vereinigte Königreich ausgeführten Erzeugnissen zu deaktivieren.

Konferenzempfehlungen

Zurück